Inmitten von mir entspringt der Fluß des Lebens

Inmitten von mir sitzt mein wahres Selbst

Inmitten von mir befindet sich alles was ich brauche

Inmitten von mir entsteht nur wahrhaftiges

Inmitten von mir strahlt reines Bewusstsein

Inmitten von mir tanzt pure Freude

Inmitten von mir sprudelt die unerschöpfliche Quelle reiner Liebe

Inmitten von mir fließt wahres Mitgefühl

Inmitten von mir erblüht meine wahre Natur des Seins

Inmitten von mir umfasst stiller Raum das ganze Universum

Inmitten von mir bin ich mit allem verbunden

Inmitten von mir bin ich mir all´ dessen bewusst 

 


Fließen

  • spielerisch
  • leicht
  • energiegeladen
  • tatkräftig
  • kreativ
  • authentisch
  • schöpferisch
  • entspannt
  • verbunden
  • glücklich
  • friedlich
  • still

Im Fluss des Lebens zu sein bedeutet im Hier und Jetzt zu sein. Den gegenwärtigen Moment anzunehmen so wie er ist. Mich dem Leben hingeben, mal mitreißen lassen, mal treiben lassen, mal fallen lassen, mal im Strudel untertauchen und an anderer Stelle wieder auftauchen. Alles was mir im Leben begegnet hat die Eigenschaft zu entstehen, sich zu verändern und zu vergehen. Nichts bleibt gleich und ist von Dauer. Mir dessen bewusst zu sein und den Freuden sowie den Hindernissen des Lebens gleichermaßen mit Geduld und Gleichmut zu begegnen ist die wahre Kunst des Lebens. Dies ist der Schlüssel zu einem glücklichen, gesunden und erfüllten Leben.

Nicht die Lebensumstände, Beziehungen und Begegnungen lassen mich Leiden, sondern die Art und Weise wie ich mit ihnen umgehe. Durch Bewertung, Unterscheidung in mögen und nicht mögen und daraus resultierender Anhaftung oder Widerstand erschaffe ich mein eigenes schmerzhaftes Leid. Durch Widerstand oder Anhaftung widersetze ich mich dem natürlichen Lebensfluss und flüchte in eine utopische Idealvorstellung meines Lebenstraums in die Zukunft oder klammere mich an meinen erlittenen Schmerz in der Vergangenheit. Beides trennt mich von mir Selbst und somit von meinem gegenwärtigen Glück. Es ist die Ursache von Leid und Krankheit.


Getrennt

  • isoliert
  • anders 
  • fremd
  • falsch
  • ausgegrenzt
  • einsam
  • unverstanden
  • traurig

 

 

 

Bereits mit der Geburt machen wir unsere erste traumatische Erfahrung mit dem Tod. Die Geburt als Kind ist gleichbedeutend mit dem Sterben des Säuglings. Die schmerzhafte Trennung mit dem Allverbundensein, der allumfassend erfahrenen Einheit im Mutterleib prägt unseren Start ins Leben und pflanzt den Samen der Sehnsucht nach Einheit und Verbundenheit in uns. In unserer Kindheit und in unserem späteren privaten und beruflichen Umfeld erleben wir oft Situationen in denen wir uns unverstanden, isoliert, ausgegrenzt, andersartig oder so ähnlich fühlen. Die Angst, dass sich der eigene individuelle Lebensentwurf als falsch herausstellt und in letzter Konsequenz zur Wiederholung unseres tiefliegenden Trennungsschmerzes führt, lässt uns zweifeln und hadern. Unabhängig aller äußerlichen Lebenswege treibt uns alle die gleiche Sehnsucht an, nämlich zu uns Selbst zurückzukehren, zu heilen und ganz zu werden. Die Suche nach Liebe, Geborgenheit, Anerkennung, Wertschätzung und  Zugehörigkeit verbindet uns. Wenn ich mich nicht mehr länger als kleinen, isolierten Wassertropfen betrachte, sondern als ein Teil des gesamten Ozeans, gehe ich über meine Selbstbegrenzung hinaus und erfahre grenzenlose Einheit. 


Eingefroren

  • steif
  • starr
  • kalt
  • festgefahren
  • steckengeblieben
  • unflexibel
  • gefangen
  • ausgeliefert
  • ausweglos

Versuchen wir unser Leben permanent zu kontrollieren, uns vor den Unwägbarkeiten und den Risiken des Lebens zu schützen, dann erstarrt der Fluss des Lebens. Die Angst vor dem Unbekannten lässt uns an Bekanntem festhalten, egal wie schmerzhaft und leidvoll es auch sein mag. Wir errichten Schutzmauern, kultivieren selbstschädigende Verhaltensmuster und destruktive Glaubenssätze, die uns Sicherheit suggerieren. Wir legen uns eine Zwangsjacke an und schnüren sie immer enger zu, bis wir kaum noch Luft zum Atmen haben. Diese Bewegungslosigkeit wirkt sich nicht nur auf der Gefühlsebene in Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Hoffnungslosigkeit aus, sondern oft auch auf körperlicher Ebene in Form von Verspannungen, Blockaden, Rückenbeschwerden, Steifheit, Gelenkschmerzen. Mit diesem Schutzpanzer berauben wir uns unserer Lebendigkeit, Spontaneität und Lebensfreude. 


Stillstand

  • gelangweilt
  • lustlos
  • träge
  • antriebslos
  • monoton
  • unzufrieden
  • innerer Druck
  • emotionaler Stau
  • Wartezustand
  • täglich grüßt das Murmeltier

Sie haben ein Haus, einen Partner, Familie, Freunde, Beruf, ein rundum geregeltes sorgloses Leben und dennoch sind Sie nicht wirklich glücklich? Schleicht sich heimlich immer wieder ein Gefühl der Unzufriedenheit ein? Sie sehnen sich nach all diesen Dingen und warten vergebens darauf, dass die Dinge zu Ihnen kommen? Sie haben sich mit Ihrer Situation bei der Arbeit oder in Ihrer Beziehung arrangiert, obwohl sie Ihnen missfällt? Sie sind sehr leidensfähig und können viel aushalten? Pflichtbewusstsein und Aufopferung für andere stehen an erster Stelle? Sie stehen an letzter Stelle der Bedürfnispyramide? Ihr eigenes Lebensglück ist nicht so wichtig? Sie sind ein Opfer der Umstände und können nichts dafür oder können es nicht selbst ändern? Erkennen Sie sich teilweise wider?

Hier ist die eingerichtete Komfortzone das Dilemma. Sie führt bestenfalls zu einem durchschnittlichen, monotonen Dasein, das als okay und ausreichend empfunden wird. Es könnte schließlich schlechter sein. Unter der Oberfläche allerdings brodelt ein immenser Druck, verursacht von den unterdrückten unerwünschten Gefühlen. Der Zustand ist vergleichbar mit einem Vulkan, der jederzeit ohne Vorwarnung ausbrechen kann, unterbrochen mit allen erdenklichen Variationen von Ruhephasen.

Zur Gestaltung eines befreiten Lebens ist es notwendig die Barrieren nach und nach abzutragen, um Veränderungen zuzulassen für mehr Lebendigkeit, Bewegung, Selbstbestimmung und Freiheit.


Nebel

  • orientierungslos
  • hilflos
  • ziellos
  • verloren
  • diffus
  • zerfahren
  • ohnmächtig
  • abgespaced
  • sich auflösen
  • bodenlos 

Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht. Wenn sich dicke Regenwolken vor die Sonne schieben heißt das nicht, dass die Sonne verschwunden ist. Das ist eine Illusion. In Wirklichkeit scheint sie unverändert, nur können wir sie nicht wahrnehmen. Diese Verwechslung von Illusion und Wirklichkeit lässt uns oft wie in einem Labyrinth ziellos und orientierungslos umherlaufen. Die Grenzen von Innen- und Außenwahrnehmung können sich verwischen, bis hin zu Auflösungserscheinungen. Diese Zustände können sehr beängstigend sein und zu Gefühllosigkeit führen. Manchmal führen wir solche Vernebelungszustände selbständig her, um uns nicht fühlen zu müssen oder Verletzen uns selbst oder lassen es zu verletzt zu werden, damit wir uns wieder fühlen. Mitfühlende Achtsamkeit, Selbstliebe und Bewusstheit lässt das Licht in uns selbst wieder zum Vorschein kommen. Wo Licht hinfällt verliert das nebulöse Phantom seinen Schrecken.